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Dr. Martina Oldhafer

Ehemalige Vorsitzende

Kurzbiografie

Dr. Martina Oldhafer MBA studierte Soziologie und Soziale Verhaltenswissenschaften mit dem Schwerpunkt Medizinsoziologie, promovierte an der Medizinischen Hochschule Hannover in der Epidemiologie. Sie ist seit 2002 im Gesundheitswesen - Medizin Management tätig zu Letzt am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein. Sie hat das Transitionsprogramm endlich erwachsen für Jugendliche und junge Erwachsene mit einer chronischen Nierenerkrankung entwickelt und ist Expertin für Veränderungsmanagement, Coach und Autorin mehrerer Fachbücher. Martina Oldhafer ist Gründungsmitglied der Gesellschaft für Transitionsmedizin e.V. und war von Beginn an Vorsitzende des Vorstands. 2018 wechselte sie in die Position der ehemaligen Vorstandsvorsitzende.

Arbeitsschwerpunkte in der Gesellschaft

  • Unterstützt den Vorstand durch Netzwerken
  • Vertritt die Gesellschaft im Rahmen von Leitlinienentwicklung u.a. Transition bei Patienten mit Skoliose
  • Vertritt die Gesellschaft im Innovationsfondsprojekt TransFIT

5 Fragen an Dr. Martina Oldhafer

  1. Wie bin ich zu diesem Thema gekommen?
    Als Soziologin beschäftigte ich mich intensiv mit dem Thema Identitätsentwicklung nach Organtransplantation im Kindes- und Jugendalter. Daraus entwickelte ich mit Frau Prof. Offner das Transferprogamm endlich erwachsen.
  2. Was motiviert mich hier aktiv zu sein?
    Das gute Gefühl für junge Menschen mit Handicap etwas Sinnvolles zu tun. Des Weiteren gesundheitspolitisch auf diese Versorgungslücke hinzuweisen und dazu beizutragen diese zu schließen.
  3. Mein schönste Erfahrung mit Jugendlichen im Transitionsprozess
    Da gibt es nicht eine, sondern viele positive Erfahrungen, wenn man junge Erwachsene begleitet und erfährt, dass sie etwas für ihr Leben mitgenommen haben. Eine Ausbildung oder gar ein Studium trotz Handicap absolviert haben und ihre eigene Familie gründen konnten.
  4. Was muss sich ändern, damit Transition erfolgreich wird?
    Ein Umdenken bei Medizinern, Psychologen und Eltern. Loslassen und positiv begleiten, keine Abhängigkeiten fördern, sondern unterstützen und Kompetenzen fördern.
  5. Wo liegen die größten Hürden bei der Umsetzung einer erfolgversprechenden Transition?
    Die größte Hürden liegen in einem nicht ausgeprägten Bewusstsein für die Notwendigkeit einer gelenkten und begleiteten Transition, bei Internisten, bei Kostenträgern, bei vielen Kinder- und Jugendärzten und den Eltern.

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