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Erhart von Ammon

2. Vorsitzender

Kurzbiografie

Erhart von Ammon studierte Medizin, wechselte dann in die Kommunikation. Es schloss sich die Entwicklung digitaler Medien und digital gestützter Geschäftsprozesse für Konzerne in Deutschland, der Schweiz und den USA an.
Durch die Behinderung der Tochter (Cerebralparese und Epilepsie) sensibilisiert wechselte er in den NGO-Bereich - seit 2009 in der Kommunikation der Stiftung Kinderkrebsforschung Schweiz und seit 2017 als Geschäftsführer eines schweizweites medizinisches Transitionsprogramms. Erhart von Ammon ist 2. Vorsitzender der Gesellschaft für Transitionsmedizin.

Arbeitsschwerpunkte in der Gesellschaft

  • Entwicklung und Konzeption ganzheitlicher Transitionsprogramme
  • Prozesse und SW-Entwicklung in der Transition
  • Betreuung der Gesellschaften in der Schweiz und Österreich

5 Fragen an Erhart von Ammon

  1. Wie bin ich zu diesem Thema gekommen?
    Selber nach einer medizinischen Ausbildung früh in das Business Consulting gewechselt, war ich sehr viel mit Themen wie Pharma, Medizintechnik und Klinik befasst. Da ich selbst eine inzwischen volljährige Tochter mit Cerebralparese habe, sind mir die Probleme beim Übergang in die Erwachsenenmedizin bekannt. Vor allem möchte ich daher für die betroffenen Jugendlichen die in dieser Phase enorme Belastung verringern helfen. Transition sollte alle Betroffenen und deren Umfeld befähigen, mehr zu wissen und die eigene Gesundheit besser zu managen.
  2. Was motiviert mich hier aktiv zu sein?
    Ich bin überzeugt davon, dass wir professionelle Prozesse und ganzheitliche Ansätze brauchen und jeder Kollege, Therapeut oder Betreuer nur zu gerne im Team interdisziplinär zusammenarbeitet und lernt. Ganz besonders möchte ich dabei die wirtschaftliche Machbarkeit betonen. Professionelle Arbeit ist gefordert und muss bezahlt werden.
  3. Mein schönste Erfahrung mit Jugendlichen im Transitionsprozess
    Die Arbeit mit jugendlichen Betroffenen entlohnt immer für den zum Teil grossen Einsatz. Ich durfte mehrmals erleben wie Mehrfachbehinderte oder chronisch Kranke mit 18-20 Jahren trotz erheblicher Handicaps in eine Wohnsituation wechseln konnten, die ihnen einen Grossteil Autonomie verschaffte und eine Heimunterbringung unnötig machte.
  4. Was muss sich ändern, damit Transition erfolgreich wird?
    Die Kostenträger im Gesundheitswesen müssen zwingend, die mit dem abrupten Betreuungsabbruch im Zuge der  Volljährigkeit einhergehende Problemkaskade realisieren und die notwendigen Mittel für eine erfolgreiche Transition zur Verfügung stellen.
  5. Wo liegen die größten Hürden bei der Umsetzung einer erfolgversprechenden Transition?
    Ohne klar definierte Standard-Prozesse, die je nach Fachgebiet und Diagnose erweitert werden, geht es nicht. Alleingänge oder unzureichende Begleitung bringen enorme Risiken mit sich, deren Folgen allein der Betroffene tragen muss.

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