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PD Dr. med. Stefanie Märzheuser

Schriftführerin

Kurzbiografie

PD Dr. Stefanie Märzheuser studierte Medizin und Archäologie in Mainz und Bonn und absolvierte ihre Ausbildung zur Kinderchirurgin an der Charité in Berlin und am Children´s National Medical Center in Washington D.C.  Sie ist Oberärztin an der Klinik für Kinderchirurgie der Charité in Berlin und Sektionsleiterin des Bereichs Kolorektale Chirurgie, Inkontinenz und Obstipation. Sie habilitierte sich über Diagnostik, Therapie und Nachsorge bei Menschen mit anorektalen Fehlbildungen.

Klinische Schwerpunkte

Chirurgische Korrektur angeborener Fehlbildungen des Gastrointestinaltrakts und Anorektums. Ein wesentlicher Aspekt ihrer chirurgischen Tätigkeit ist die primär definitive Korrektur angeborener Fehlbildungen ohne Anlage eines künstlichen Darmausgangs.  Sie ist im wissenschaftlichen Beirat der Selbsthilfegruppe SOMA und berät die Selbsthilfegruppe Keks. Seit 2009 arbeitet sie im Steuerungsgremium bei CURE-Net, einem Aktionsbündnis zur Erfassung angeborener Fehlbildungen mit. Als Präsidentin der Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder setzt sie sich aktiv für die Prävention kindlicher Unfallverletzungen in Deutschland ein.

Arbeitsschwerpunkte in der Gesellschaft

  • Entwicklung von Transitionskonzepten für Menschen mit angeborenen Fehlbildungen
  • Vertretung der Gesellschaft in der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie

5 Fragen an PD Dr. med. Stefanie Märzheuser

  1. Wie bin ich zu diesem Thema gekommen?
    Das Thema Transition habe ich über die Selbsthilfe kennengelernt. Bei den Treffen kamen immer wieder junge und ältere Erwachsene zu mir, der Kinderchirurgin, zur Beratung, weil sie keine Ansprechpartner in der Erwachsenenmedizin gefunden hatten. Deshalb haben wir in der Charité unsere Sprechstunde schon seit 10 Jahren erweitert und beraten dort auch erwachsene Betroffene.
  2. Was motiviert mich hier aktiv zu sein?
    Ich wünsche mir, dass Jugendliche durch frühzeitige Vorbereitung eines Transitionsprozeßes, selbständig und kompetent werden und sich zu mündigen erwachsenen Patienten entwickeln.
  3. Mein schönste Erfahrung mit Jugendlichen im Transitionsprozess
    Mit der Selbsthilfegruppe Soma veranstalte ich seit vielen Jahren das "Befundordnerseminar". Am Ende des Seminars haben die Jugendlichen verstanden welche Fehlbildung sie haben und welche Nachsorgemassnahmen für sie wichtig sind. Sie strahlen dann ein ganz anderes Selbstbewußtsein aus, das ist toll.
  4. Was muss sich ändern, damit Transition erfolgreich wird?
    Transition beginnt mit der Geburt. Wichtige Unterlagen, Arztbriefe und Operationsprotokolle müssen vom ersten Lebenstag an gesammelt werden. Nur so kann in einer sich ständig weiter entwickelnden Medizin nachvollzogen werden, welche therapeutischen Strategien bei dem Patienten verfolgt wurden.
  5. Wo liegen die größten Hürden bei der Umsetzung einer erfolgversprechenden Transition?
    Viele Patienten mit angeborenen Fehlbildungen benötigen für eine kompetente Nachsorge zahlreiche unterschiedliche Fachdisziplinen, da es in der Erwachsenenmedizin keinen Universalarzt wie den Kinderarzt oder Kinderchirurg oder ein sozial pädiatrisches Zentrum gibt. Es müssen korrespondierende Strukturen in der Erwachsenenmedizin geschaffen werden, um dieses Problem zu lösen.

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